Brustkrebs, Brust, Mammakarzinom

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Brustkrebs ist bei den Frauen die häufigste bösartige Tumorart.

Jährlich erkranken mehr als 71.000 Frauen an Brustkrebs. Davon sterben ca.17.000. Statistisch ist die linke Brust häufiger von Krebs befallen.

Die relativen 5-Jahres-Überlebensraten von Brustkrebspatientinnen, über alle Erkrankungsstadien betrachtet, liegen mittlerweile bei über 83 Prozent. Der Ausdruck „relative 5-Jahres-Überlebensrate“ ist eine statistische Angabe, die häufig bei Krebserkrankungen angewendet wird.

Rund die Hälfte der Betroffenen sind zum Zeitpunkt der Diagnose unter 65, etwa jede zehnte Betroffene sogar unter 45 Jahre alt.
Es gibt aber auch Babys die mit Brustkrebs zur Welt kommen.

Risko an Brustkrebs zu erkranken ist abhängig von Alter

(Quelle: Karmanos Cancer Institute Wayne State University)

  • Alter um die 30 1 von 2.527 Frauen,
  • Alter um die 40 1 von 217 Frauen
  • Alter um die 50 1 von 50 Frauen
  • Alter um die 60 1 von 24 Frauen
  • Alter um die 70 1 von 14 Frauen
  • Alter um die 80 1 von 10 Frauen

Anders gesagt, Brustkrebs tritt bei Frauen über 40 häufiger auf als bei Frauen im Alter von 40 oder darunter.

Der Krankheitsverlauf ist bei jeder Frau ganz individuell. Er hängt von vielen Faktoren ab. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind im Allgemeinen die Behandlungsaussichten.

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist eine bösartige Veränderung des Brustgewebes.

Die beiden wichtigsten Brustkrebsarten entstehen aus den Zellen der Milchgänge. Die so genannten duktalen Karzinome (Ductuli = lat. Gang) entstehen in der Zellschicht an der Innenseite der Drüsengänge. Lobuläre Karzinome (Lobuli = lat. Läppchen) entstehen in den Drüsenläppchen.

85% bis 90% der Brustkrebsfälle sind duktale Karzinome. Der lobuläre Brustkrebs ist für 10 – 15% der Krebsfälle verantwortlich.

Seltenere Formen von Mammatumoren sind der Morbus Paget (ein Karzinom der Brustwarze) und der Phylloidtumor (meist sehr große Tumoren, die gutartig, aber auch bösartig sein können).

Sarkome (gehen vom Bindegewebe der Brust aus) oder Lymphome sind äußerst selten.

Fibrome (Bindegewebe) und Lipome (Fettgewebe) sind gutartige Tumoren der Brust.

Relatives Risiko (RR) an verschiedene Brustkrebs Arten zu erkranken

(Quelle: Karmanos Cancer Institute Wayne State University)

  • Lobular Carcinoma in situ RR: 8-10
  • Ductal Carcinoma in situ RR: 8-10
  • Atypical Ductal Hyperplasia RR: 4-5
  • Atypical Lobular Hyperplasia RR: 4-5
  • Hyperplasia RR: 1,5-2,0
  • Andere RR: 1,3-1,6

Bedutung von Relatives Risiko => Lexikon

 

Auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Dies ist jedoch sehr selten: Etwa zwischen einem halben und einem Prozent aller Brustkrebsdiagnosen werden bei männlichen Patienten gestellt. In Deutschland wären dies zwischen 230 und 500 erkrankte Männer pro Jahr.

Jeder bösartigen Tumorr entsteht durch die Veränderung des Erbgutes in einer einzigen Zelle. Diese Veränderung führt dazu, dass diese Zelle ihre natürliche Teilungshemmung verliert: Sie kann sich dann ungehindert vermehren, bis schließlich viele Millionen Zellen eine Geschwulst bilden.

Die Veränderung des Erbgutes der Zelle kann auf unterschiedliche Weise entstehen.

Ob jemand an Krebs erkrankt oder nicht, bestimmen drei Faktoren: die Gene, der Lebensstil – und der Zufall. Letzterer entscheidet, ob ein Fehler im genetischen Code geflickt wird oder die Zelle entartet. Ebenso ist es Glückssache, ob eine entartete Zelle eliminiert wird, oder zum Tumor heranwächst.

Warum eine Frau an Brustkrebs erkrankt, ist oft unklar. Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber einige Risiken nachweisen können: Dazu gehören beispielsweise Übergewicht, der übermäßige

Konsum von Alkohol, und eine familiäre Vorbelastung. Auch das Alter einer Frau ist ein wichtiger Faktor.

Grundlagen, Brust Aufbau:

Die Brust liegt oberhalb des auf den Rippen aufliegenden großen Brustmuskels (Musculus pectoralis major) und besteht aus Fett- und Bindegewebe sowie dem Milchdrüsenkörper. Der Milchdrüsenkörper besteht aus Drüsenlappen und Drüsengängen.

Zur Brust gehört die darüber liegende Haut, Brustwarze und Warzenhof. Blut und Lymphgefäße, die die Brust durchziehen, versorgen das Brustgewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen bzw. sorgen für einen Abfluss der Lymphflüssigkeit.

Lymphknoten die in unterschiedlichen Körperregionen lokalisiert sind, zum Beispiel in den Achselhöhlen, dienen als Filterstationen in denen körperfremde Substanzen, Krankheitserreger, aber auch Krebszellen, abgefangen werden.

Die Brust vernetzten zahlreiche Nervenzellen. Die Blutgefäße versorgen das Brustgewebe mit Hormonen und Nährstoffen.

Gerade die Lymphgefäße ermöglichen dem Krebs sich schnell zu verbreiten und führen zu Entstehung von Metastasen in nah liegenden Lymphknoten.

Besonders wichtig in Betrachtung von Ärzten sind die Wächterlymphknoten (Fachbegriff: Sentinel-Lymphknoten), wo der Lymphabfluss aus der Brustdrüse zuerst ankommt.

Mit großer Wahrscheinlichkeit, wenn die Wächterlymphknoten tumorfrei sind, sind die örtlichen (regionären) Lymphknoten auch tumorfrei ist.

Sexualhormone

In der fruchtbaren Lebensphase unterliegt das Brustdrüsengewebe dem wechselnden Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone, Östrogen und Progesteron.

Nach dem Eisprung in der Zyklusmitte weiten sich die Milchgänge leicht, und die Drüsenläppchen nebst Drüsenzellen vergrößern sich vorübergehend. Das Bindegewebe nimmt mehr Flüssigkeit auf, die Brust wird größer, fester, spannt womöglich etwas.

Die eigentlichen Aufgaben der Brust ist Vorbereitung auf die Milchproduktion und das Stillen.

Stellen, die sich etwas uneben, höckrig oder gar knotig anfühlen, können in der zweiten Zyklushälfte zunehmen und schmerzempfindlich sein.

Die Drüsenzellen der Brust reifen übrigens erst in der Schwangerschaft vollständig aus. Sie vermehren sich dann sogar noch. Schwangerschaft und Stillen können bis zu einem bestimmten Grad das Brustkrebsrisiko günstig beeinflussen.

Eine hormonelle Fehlregulation kann zu gutartigen Veränderungen der Brust führen, Z.B. zu einer Mastopathie => Mastopathie

Brustkrebs Symptome

Ein Mammakarzinom verursacht normalerweise keinerlei Schmerzen oder sonstige typische Beschwerden. Dies gilt insbesondere im Frühstadium und birgt leider die Gefahr, dass die Krankheit erst spät erkannt wird. Aus diesem Grund sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Brustkrebs. Es gibt aber einige Anzeichen, die auf Brustkrebs hindeuten können:

  • neu aufgetretene Knoten, Verdichtungen oder Verhärtungen in der Brust
  • Schwellung der Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Änderung der Brustgröße oder Brustform
  • Veränderungen der Empfindlichkeit oder Farbe einer Brustwarze, des Warzenvorhofs, oder der Brusthaut
  • Eitrige, blutige oder wasserklare Flüssigkeitsaustritt aus einer Brustwarze
  • Einziehungen der Brustwarze oder der Brusthaut an einer bestimmten Stelle, insbesondere beim Anheben der Arme
  • neu auftretende, nicht abklingende Hautrötung
  • einseitige brennende Schmerzen oder Ziehen im Bereich der Brust

Erste Anzeichen für einen Mammakarzinom in %

  • tastbarer Knoten: 37%
  • schmerzhafter Knoten: 33%
  • Schmerzen allein: 10%
  • Ausfluss aus der Brustwarze: 5%
  • Einziehung der Brustwarze: 2%
  • Brustverformung: 2%
  • Brust Entzündung: 2%
  • Brustwarzen Entzündung: 1%

Jede Frau, die eine der genannten Anzeichen bei sich entdeckt, sollte zum Frauenarzt gehen und sich dort untersuchen lassen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine gutartige Veränderung handelt, ist viel größer ist als die eines Mammakarzinoms.

Die Allgemeinsymptome wie Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Nachtschweiß und ein Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit treten meist erst dann auf, wenn der Brustkrebs bereits fortgeschritten ist. Dies gilt auch für Knochenschmerzen, die durch Fernmetastasen im Skelett bedingt sind.

Chronischer Husten, blutiger Auswurf, Luftnot und Schmerzen in der Brust sind mögliche Symptome von Lungenmetastasen; Aszites (Bauchwassersucht) kann auf einen metastatischen Befall des Bauchfells (Peritonealkarzinose) oder der Leber hindeuten, Gelbsucht (Ikterus) auf einen metastatischen Befall der Leber allein.

Arten des Brustkrebses:

70 – 80% aus den Milchgängen

10 – 15% aus den Milchdrüsenläppchen

2% sind Sonderformen wie tubulär, muzinös (hormonabhängig), medullär (nicht hormonabhängig), papillär (hormonabhängig) oder noch seltenere

Drei Viertel der Patientinnen haben auf ihren Tumorzellen sogenannte Östrogenrezeptoren. Diese Bindungsstellen docken weibliche Geschlechtshormone an, die das das Wachstum der Krebszelle aktivieren. Mit Medikament Tamoxifen, ein sogenanntes Antihormon, wird das Andocken der Hormone erschwert oder sogar verhindert.

Bei jeder vierten Patientin, in dem bei Biopsie entnommenen Gewebe Hinweise auf eine aggressivere Form von Brustkrebs: die Tumorzellen tragen eine große Anzahl von Her-2-Rezeptoren. Auch diese leiten Wachstumssignale ins Zellinnere. Ein anderes zielgerichtetes Medikament, Herceptin, unterbindet das. Sind bei Her-2-Patientinnen Metastasen aufgetreten, gibt es inzwischen zusätzliche Medikamente.

Mehr Details: => Therapie

Risikofaktoren, Ursachen:

Der wichtigste Risikofaktor für Brustkrebs ist das weibliche Geschlecht. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, doch tritt die Krankheit bei ihnen sehr selten auf.

Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist das Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko.

Vier von fünf Brustkrebspatientinnen sind bei der Diagnose über 50 Jahre alt.

Auch die Familiengeschichte und die Vererbung spielen eine wichtige Rolle. Eine Frau, deren Mutter, Schwester oder Tochter an Brustkrebs erkrankt ist, hat ebenfalls ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Eine besondere Gruppe von etwa 5 bis 10 Prozent aller Brustkrebserkrankungen ist auf eine erbliche Veranlagung zurückzuführen. Im Erbgut der betroffenen Frauen sind bestimmte Gene so verändert, dass sie das Risiko für die Entwicklung von Brustkrebs stark erhöhen.

Der körpereigene Hormonstoffwechsel beeinflusst das Brustkrebsrisiko ebenfalls. Je länger das Geschlechtshormon Östrogen im Körper einer Frau wirken kann, umso grösser ist ihr Brustkrebsrisiko.

Daher haben Frauen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, die ihre erste Menstruation vor dem 12. Geburtstag oder ihre letzte Menstruation nach dem 55. Geburtstag hatten.

Auch Frauen, die das erste Kind nach dem 30. Geburtstag geboren haben oder kinderlos sind, haben ein grösseres Risiko.

Bei Frauen, die eine über mehrere Jahre andauernde Kombinations-Hormontherapie (Östrogene und Gestagene) wegen Wechseljahrbeschwerden machen, erhöht sich das Brustkrebsrisiko. Heute geht man davon aus, dass eine Therapie ausschliesslich mit Östrogenen das Brustkrebsrisiko nicht erhöht. Werden die Hormonpräparate abgesetzt, geht das Krebsrisiko wieder zurück.

Auch wenn eine Frau die Antibabypille einnimmt, hat sie während dieser Behandlung ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko. Hört die Frau mit der hormonellen Verhütung auf, so geht dieses Risiko wieder zurück.

Risikofaktoren, die mit dem Lebensstil zusammenhängen:

  • eine Behandlung mit einer Hormon-Ersatz-Therapie. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen, ist für die Entstehung von Brustkrebs mit verantwortlich.
  • die Ernährung und das Körpergewicht: Übergewicht mit Fettgewebe, vor allem im Bauchbereich, führt über verschiedene Stoffwechselschritte zu einem erhöhten Insulinspiegel. Dieser wiederum lässt den Östrogenspiegel ansteigen. Dies ist besonders risikoreich für Frauen nach den Wechseljahren.
  • das Trinken von Alkohol: eine Frau, die zum Beispiel täglich 25 Gramm Alkohol trinkt (enthalten in 0,3 l Wein oder 0,6 l Bier), erhöht ihr Brustkrebsrisiko um 31 Prozent, bei 100 g konsumiertem Alkohol erhöht es sich um 270 Prozent. Ursache für die krebsfördernde Wirkung ist vermutlich das Acetaldehyd, eine durch den Stoffwechsel entstandene und nachweislich krebserzeugende (kanzerogene) Verbindung aus dem reinen Alkohol, dem Äthanol. Das Krebsrisiko steigt, je mehr Alkohol getrunken wird.
  • Für die kanzerogene Wirkung ist aber vermutlich nicht nur der Alkohol selbst verantwortlich. Er beeinflusst vielmehr auch den weiblichen Hormonhaushalt und führt zu erhöhten Östrogenspiegeln.
  • Experten schätzen, dass etwa vier Prozent aller Brustkrebsfälle auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen sind. Besonders schädlich ist die Kombination von Rauchen und Alkohol.
  • Fortgeschrittenes Alter
  • Familiär, zum Beispiel veränderte Gene
  • Strahlenbelastung

Nach offiziellen Daten, Faktoren wie Lebensmittelzusatzstoffe, Arzneimittel, Infektionskrankheiten, Industrieabfälle und Umweltverschmutzung sind ingesamt mit weniger als 10% an Krebsentstehung beteiligt.

Risikofaktor große Bussen

Ein großer Busen ist schwieriger zu untersuchen. Schon bei der Selbstuntersuchung, bei regelmäßige Abtasten ist bei einem großen Busen schwieriger einen Knoten zu finden.

Auch bei der Mammographie ist es schwieriger einen Knoten zu entdecken, da das Gewebe dichter ist als bei einem kleineren Busen.

Immunsystem

Die Krebszellen sind für den Immunsystem nicht so fremd wie Bakterien, Viren oder Pilze. Sie unterscheiden sich von den gesunden Zellen meist nur durch geringfügige Veränderung im Erbgut. Die Krebszellen können sich vor dem Immunsystem tarnen (verstecken).

Die Vorgänge in der körpereigenen Abwehr sind zu komplex, um mit einer einfachen Immunstärkung einen nachweisbaren Einfluß auf die Erkrankung nehmen.

 

Buchtipp:

Für mich das Beste und informativste Buch zum Thema Brustkrebs:

Über-Lebensbuch Brustkrebs: Die Anleitung zur aktiven Patientin
In Abstimmung mit international anerkannten Brustkrebs-Experten

Verständlich und kompetent bereiten die Medizinjournalistinnen Ursula Goldmann-Posch und Rita Rosa Martin die Grundlagen der Brustkrebsmedizin und die neuesten Behandlungsmöglichkeiten auf.
Die beiden Autorinnen, selbst an Brustkrebs erkrankt, ermutigen dabei die Betroffenen zu einem selbstbewussten Umgang mit ihrer Erkrankung und ihren vielen offenen Fragen auch gegenüber Ärzten und Krankenkassen. Gleichzeitig gibt das Buch einfühlsame Hilfestellungen für die emotionale Bewältigung der Krankheit.
Acht Kapitel führen Schritt für Schritt durch alle Bereiche der modernen Brustmedizin.

Neue Erkenntnisse für Risikofaktoren:

Erbliche und umweltbedingte Risikofaktoren wirken bei der Entstehung von Brustkrebs gemeinsam. Die Krebsmediziner berichten im Fachjournal Plos Genetics über ihre Ergebnisse.

Gene beeinflussen in Wechselwirkung mit der Umwelt und dem persönlichen Lebensstil die Entstehung von Brustkrebs. Umwelt- und Verhaltenseinflüsse können beispielsweise die Anzahl der Geburten, die Einnahme von Hormonen, das Gewicht, die körperliche Aktivität, der Genuss von Alkohol und Rauchen sein.

Die genetischen Risikofaktoren, die sich durch Fehlfunktionen in verschiedenen Risikogenen und ihren genetischen Varianten manifestieren, erhöhen das Risiko zu erkranken moderat bis stark. Die Gene BRCA1 und BRCA2 beispielsweise erhöhen das Risiko einer Tumorbildung um das zehnfache – allerdings nur, wenn sie eine bestimmte Mutation aufweisen, die relativ selten ist. Damit sind sie lediglich für fünf Prozent der Brustkrebsfälle verantwortlich.

Die beiden Hochrisiko-Genen BRCA1 und BRCA2 (BRCA leitet sich aus der engl. Bezeichnung für Brustkrebs ab: Breast Cancer), sind für etwa fünf Prozent aller Brustkrebsfälle verantwortlich.

mehr über BRCA1 und BRCA2 lesen Sie im Artikel => Mutazionen BRCA

Beispele für eine Wechselwirkung zwischen den genetischen und umweltbedingten Risikofaktoren:

Beispiel1: Nur diejenigen Trägerinnen einer CASP8-Genvariante, die mehr als eine bestimmte Menge Alkohol pro Tag genießen, wiesen ein stark erhöhtes Brustkrebsrisiko auf.

Beispiel2: Im Falle des LS

P1-Gens steigerte sich das Erkrankungsrisiko bei Frauen mit vier oder mehr Kindern um 26 Prozent, obwohl mehrere Geburten im Normalfall als risikosenkend gelten.

Inzwischen wurden weitere Gene, darunter solche namens RAD51C (BRCA-3) und RAD51D, entdeckt. Sie können, unabhängig von den bisher bekannten Genen BRCA1 und BRCA2, erblichen Brust- und Eierstockkrebs auslösen.

Dass an der Entstehung von Brustkrebs viele Gene beteiligt sind, gilt inzwischen als sicher. Man kennt heute nicht weniger als 49 neue genetische Risikofaktoren für Brustkrebs, und bestimmt kommen künftig noch einige dazu.

Die Lokalisation:Häufigkeitsverteilung, Lage der Brustveränderung

Um die Lage der Brustveränderung zu beschreiben, teilt man die Brust in vier Quadranten auf. Besonders häufig ist der obere äußere Quadrant und das Zentrum befallen, da sie auch den größten Teil der Brustdrüse enthalten.

Brustkrebsformen, Veränderungen der Brust:

Brustkrebs schließt Tumoren unterschiedlichster Herkunft, Schweregrade und Verhaltensformen ein. Daraus ergeben sich individuelle Therapienotwendigkeiten.

Je größer oder aggressiver der Brusttumor ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Metastasierung.

Wie bei anderen Krebsarten, lassen sich auch beim Brustkrebs verschiedene Formen unterscheiden.

Die Feststellung des Tumorstadiums ist für die individuelle Behandlungsstrategie wichtig.

Es gibt zwei Formen von Brustkrebs:

Nicht Invasiv, Carcinoma in Situ:

  • Hat die Grenzschicht zwischen Drüse und umgebenes Bindegewebe nicht überschritten und hat keinen Anschluss an das Blutgefäßsystem. Diagnose: Carcinoma in Situ (von den Drüsenausführungsgängen oder Läppchen ausgehend)
  • Die Zellbeschaffenheit ist bösartig, jedoch örtlich begrenzt.
  • Wächst langsam
  • Bildet keine Krebszellenstreuung = Metastasierung sog. Tochtergeschwüre
  • Bei frühzeitiger Behandlung ist die Chance auf Heilung

Der nicht invasive Karzinom Kann eine Brustkrebsvorstufe sein und sich mit der Zeit zu einem Invasiven Brustkrebs entwickeln.

Invasive Brustkrebs:

  • Hat die Basalmembran schon überschritten
  • Wächst schnell
  • Ist nicht heilbar, jedoch man kann mit gewissen Therapieformen das Tumorwachstum stoppen oder zeitlich hinauszögern
  • Es bilden sich Tochtergeschwüre in anderen Organen sog. Metastasen. Diese Krebszellen

    können sich über die Lymphbahnen in die Lymphknoten der Umgebung (vor allem Achsel), aber auch über die Blutbahn ausbreiten.

Prognosefaktoren

Dienen dazu den Krankheitsverlauf einzuschätzen und dementsprechend Therapiemaßnahmen zu treffen. Eine risikoadaptierte Therapieplanung berücksichtigt das Rückfallrisiko nach der Operation.

Zu den Prognosefaktoren zählen:

  • Tumorgröße und Ausdehnung
  • Lymphknotenbefall
  • Differenzierungsgrad
  • Hormonrezeptorstatus. Hormonrezeptoren sind Proteine in/an Zellen, die Hormone binden und deren Wirkung vermitteln. Beim Mammakarzinom werden die Rezeptoren für die weiblichen

    Sexualhormone Östrogen und Progesteron routinemäßig an der entnommenen Gewebeprobe

    vom Pathologen bestimmt. Ist der Tumor Hormonrezeptor positiv, bedeutet dies, dass das Wachstum der Krebszellen durch Hormone reguliert wird bzw. durch Antihormone unterdrückt

    werden kann.

  • HER 2 neu Status. Ein Eiweißmolekül, das an der Oberfläche von Brustkrebszellen bei 20 – 25 % der Patientinnen vermehrt vorhanden ist und eine agressivere Krebsform signalisiert.




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